Traumafolgen
Nach traumatischen Erfahrungen können Beschwerden auch lange nach dem eigentlichen Geschehen bestehen bleiben und das heutige Erleben erheblich beeinflussen.
Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) kann sich darin zeigen, dass das Erlebte in Form von Erinnerungen, Bildern oder Albträumen wieder sehr gegenwärtig wird. Betroffene vermeiden möglicherweise Gedanken, Gefühle oder Situationen, die an das Geschehen erinnern, und erleben ein anhaltendes Gefühl gegenwärtiger Bedrohung, etwa in Form erhöhter Wachsamkeit oder Schreckhaftigkeit.
Nicht jeder Mensch entwickelt nach traumatischen Erfahrungen eine Traumafolgestörung. Auch können ähnliche Beschwerden unterschiedliche Ursachen haben. Eine sorgfältige Betrachtung der individuellen Erfahrungen und der heutigen Symptomatik ist deshalb wesentlich.
Schutz- und Beziehungsmuster
- „Ich kann entweder so sein, wie ich wirklich bin, oder ich kann in Beziehung sein – beides scheint nicht möglich.“
- „Wenn ich meine Bedürfnisse zeige, bin ich zu viel.“
- „Ich wünsche mir Nähe – und gleichzeitig wird sie mir schnell zu viel.“
- Kontakt – mit sich selbst, dem eigenen Körper und anderen in Verbindung sein und Sicherheit und Zugehörigkeit erleben können.
- Einstimmung – eigene körperliche und emotionale Bedürfnisse wahrnehmen, verstehen und ausdrücken können.
- Vertrauen – sich auf andere einlassen und Unterstützung annehmen können, ohne die eigene Selbstbestimmung aufzugeben.
- Autonomie – eigene Wünsche und Grenzen wahrnehmen, Nein sagen und gleichzeitig in Beziehung bleiben können.
- Liebe & Sexualität – emotionale Nähe, Intimität und Sexualität in Verbindung mit den eigenen Bedürfnissen und Grenzen erleben können.
Therapeutische Arbeit
In der therapeutischen Arbeit richtet sich der Blick nicht nur auf die Frage: „Was ist damals passiert?“, sondern auch darauf: „Wie musste ich mich in Beziehung organisieren – und wie wirkt das heute in meinem Leben weiter?“